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BeitragVerfasst: 11.03.2007, 20:10 
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Der Mann lachte höhnisch auf: "Und ob ich das weiß! Anna von und zu Bettelhausen! Tochter eines Barbiers und einer Straßenhure! In adligen Stand erhoben, weil du dem feinen Herrn mit deinen Reizen den Kopf verdreht hast! Bilde dir nur nicht ein, sein Ring an deinem Finger mache dich zu etwas besserem! Du bist und bleibst ein Hurenkind! Und als solches wirst du auch enden, wenn du nicht tust, was ich von dir verlange! Schick den Balg weg und ordere deine Tochter hierher! Wir wollen doch den guten Baron Bantoro nicht auf seine junge Braut warten lassen! Du weißt, er mag es jung.... blutjung!"

Hämisch kichernd wartete der Mann auf eine reaktion...

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BeitragVerfasst: 12.03.2007, 09:35 
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Doch, die Reaktion, die er offenbar von Anna erwartete, blieb aus. Stattdessen ertönte eine eisige Stimme von der Tür: "Ruuk, du Bastard, versuchst du wieder deine elenden Tricks."

Kaum hatte Armand die Worte förmlich ausgespien schob er sich auch bereits mit erhobenem Schwert schützend vor Anna und den Jungen. "Verschwinde auf der Stelle," sagte er mit einer Stimme, die keinen Widerspruch erlaubte, "oder ich füge dir noch ein paar weitere Narben zu."

Noch während Armand sprach, erschienen Erinnerungsfetzen in Annas Kopf. Sie wusste plötzlich, dass der Vermummte jemand war, der nicht zum ersten Male versuchte, ihrer habhaft zu werden und sie wusste auch, dass er ein Meister der Lügen und der Täuschung war, der immer wieder versucht hatte, ihre Verwirrung auszunutzen. Doch welche Verwirrung? Und wieso war dies schon öfters geschehen? Was wollte dieser Mann wirklich und wer war Armand und wer war sie?

Verwirrt blickte Anna von dem Vermummten auf Armand und dann auf das zitternde Kind in ihren Armen.


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BeitragVerfasst: 28.03.2007, 16:55 
Bücherfreund
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Doch Armand schien ihre Blicke nicht zu bemerken. Zu sehr war er auf den Vermummten konzentriert: "Ich sagte GEH!!" fauchte er und Anna konnte förmlich spüren, wie er um Haltung rang.

Auch der Vermummte erkannte wohl das Aussichtslose seiner Lage, denn er ging rückwärts ein paar Schritte in Richtung Fenster. "Ich werde bekommen, was ich will! Daran wirst du mich nicht hindern, Armand! Und auch deine Bettelprinzessin hier nicht!" Nach diesen worten kletterte er auf das Fenstersims und ließ sich nach vorn in die tiefe fallen. Kurz darauf hörte man ein Platschen... Dann war es still.

Anna setzte sich auf die Bettkante, den Jungen noch immer im Arm: "Was wollte dieser.... dieser... Mensch?"

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BeitragVerfasst: 28.03.2007, 21:04 
Bücherwurm
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Schlagartig wandte er seinen starren Blick vom Fenser ab.
Armand sah sie nachdenklich an. Sie erwiederte seinen Blick , sah seine liebevoll auf sie gerichteten Augen und spürte erneut unbekannte Gefühle in sich.
"Warte noch eine Weile dann wirst du wieder alles wissen", meinte er mit einem beinahe traurigen Lächeln.
"Und du kommst mit mir , lass deiner Mutter noch ein bisschen Ruhe . Du kannst nacher mit ihr spielen.", wandte er sich an den kleinen Jungen in Annas Armen.
Enttäuscht lies der Junge Anne los,drückte ihr einen Kuss auf die Wange und wandte sich ab.
"Bis später Mama", rief er ihr, schon wieder fröhlich, zu und flitzte aus dem Zimmer.
"Ich komme in einer Halben Stunde wieder und sehe nach dir. Und keine Angst, Ruuk wird nicht wiederkommen, dass wird er nicht wagen".
Er betrachtete sie liebevoll.
"Ruhe dich aus".
Mit einem letzten Lächeln drehte er sich um und verlies den Raum.
Leise schloss er die Tür hinter sich.

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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 07:31 
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Eine ganze Weile starrte Anna sprachlos auf die nun geschlossene Türe, unfähig sich zu bewegen. Doch in ihrem Kopf wirbelten die Gedanken durcheinander. Ruuk ... Irgendetwas an diesem Namen ließ einen Klumpen in ihrer Magengegend entstehen. Sie wusste, sie kannte ihn, hatte ihn unzählige Male gehört und doch konnte sie sich an den Mann nicht erinnern, der ihn trug.

Sie würde sich erinnern, hatte Armand gesagt. Doch wann? Und wollte sie wirklich hier sitzen bleiben und warten, bis das vielleicht eintraf? Was, wenn auch Armand ein Spiel mit ihr trieb, sie in irgendeine absurde Täuschungsgeschichte geraten war, mit ihr als Zielperson?

Doch so sehr sie auch versuchte, sich einzureden, dass dieser Gedanke stimmt, so sehr wusste sie, dass dies nicht der Fall war.

Einen Moment blieb sie noch sitzen. Dann beschloss sie, aufzustehen und sich in diesem Haus weiter umzusehen. Wenn wirklich etwas ihre Erinnerungen blockierte, mochte der Anblick von dem einen oder anderen Gegenstand ihr möglicherweise helfen.


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BeitragVerfasst: 29.03.2007, 16:48 
Bücherfreund
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Vorsichtig öffnete sie die schwere Holztür. Das leichte Knarren, dass diese von sich gab, war ihr vorhin gar nicht aufgefallen.

Der Gang dahinter lag in dunklem Dämmern. Weit hinten versuchte eine Fackel, das Zwielicht zu durchbrechen, aber ihr Flackern verstärkte es nur. Grotesk geformte Schatten verbargen die dinge, von denen sie geworfen wurden.

Anna spürte Angst. Und Neugier. Also ging sie los, mit einer Hand an der Wand, auf die Fackel zu...

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BeitragVerfasst: 11.04.2007, 13:21 
Bücherwurm
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Ihre Schritte hallten wie Schläge durch den Gang. Ängstlich sah sie sich um. Der Gang machte auf beiden Seiten einen Bogen, so dass Sie nicht mehr, als die unheimlichen Schatten, sehen konnte. Sie schienen sie zu beobachten, zu belauern.

Doch ihre Neugier war geweckt. Tausend Fragen spuckten ihr durch den Kopf, aber sie würde die Antworten schon finden...

Sie griff nach den Fackel und zog sie aus der Halterung. Der Griff war kalt, obwohl oben die heiße Flamme loderte. Neue Schatten tanzten, durch die Bewegung der Flamme, an den Wänden. Ein plötlicher Windzug ließ Anna schaudern.

Mit einer Gänsehaut riss sie sich von den Schatten los. Vorsichtig schlich sie auf die nächste Biegung zu. Wieder hallten ihre Schritte durch den Gang. Aber nicht nur ihre Schritte waren zu hören. In der Ferne waren Geräusche zu hören. Stimmen. Mit neu entfachter Neugier lugte sie um die Ecke des Ganges...

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BeitragVerfasst: 11.04.2007, 13:36 
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Er war leer und führte zu einer großen hölzernen Tür mit Eisenbeschlägen. Leise und vorsichtig schlich Anna den Gang entlang, der wie sie nun sehen konnte, von zwei weiteren Türen gesäumt war, bis sie vor der massiven Holztüre stand, aus der die Stimmen drangen.

Einen Moment stand Anna regungslos da und lauschte. Doch die Türe dämpfte die Laute, so dass sie nichts Genaues verstehen konnte. Langsam legte sie ihr Ohr an das Holz und da vernahm sie eine Stimme, die ihr bekannt vorkam: "... diesmal dauern? Du weißt, die Zeit drängt."

Noch während Anna überlegte, zu wem diese Stimme gehörte, erklang auch schon Armands klare tiefe Stimme: "Sie braucht Zeit und die bekommt sie auch. Alles andere ist nebensächlich."


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BeitragVerfasst: 11.04.2007, 15:54 
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Ein warmes Gefühl der Dankbarkeit durchströmte Anna. Was immer hier auch geschah, Armand war auf ihrer Seite. Ein Freund.

Sorgsam jedes Geräusch vermeidend, lauschte sie weiter. "Aber was wird aus eurem Clan? Wenn Anna sich nicht rechtzeitig genug besinnt, wird alles, was ihr mal wart, zu Staub zerfallen. Nicht nur du, Armand, auch deine geliebte Anna und eure zwei Kinder... Ohne Annas Erinnerung werdet ihr am Bettelstab enden..." Die zweite Stimme klang ehrlich besorgt, und wem immer sie gehörte, Anna schloß auch ihn in diesem Augenblick in ihr Herz...

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BeitragVerfasst: 11.04.2007, 17:12 
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Angespannt und neugierig lauschte sie weiter. Gedämpft hörte sie Schritte im Zimmer und wie sich, die dazu passenden Stimmen entfehrnten.

Sie blieb an der Tür stehen bis die Schritte verstummt waren.
Sie hättte gerne mehr gehört aber vielleicht würde sie das ja auch noch...

Leise öfnete sie die Tür einen Spalt weit und lugte durch den Spalt

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BeitragVerfasst: 11.04.2007, 21:16 
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Als sie in das mit Kerzen erleuchtete Zimmer blickte stockte ihr für einen Moment der Atem und Bilder strömten unkontrolliert auf sie ein: Bilder von ärmlich gekleideten Leuten, die hier Armand um Hilfe anflehten, aber auch Bilder von edel gekleideten Männern, die hier mit Armand an einem Tische saßen.

Wie von Geisterhand gelenkt betrat Anna den Raum und steuerte auf den großen hölzernen Tisch zu, auf dem zwei Kandelaber ein leicht flackerndes Licht warfen. Gedankenverloren strich sie mit ihrer Hand über das alte Holz der Tischplatte und weitere Bilder strömten auf sie ein ...


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BeitragVerfasst: 13.04.2007, 12:11 
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Doch noch ehe Anna diese Bilder zu fassen bekam, kehrten die Schritte zurück. Geistesgegenwärtig hockte sie sich nieder und kroch unter den Tisch.

Doch diesmal waren es eindeutig zwei Frauenstimmen, die sich unterhielten. "Die arme Herrin! Wie oft muss sie das noch durchleiden?" sagte die eine, ziemlich jung klingende Stimme, mitfühlend. "Zwanzig mal wird sie ihr Leben wechseln!" erwiderte die zweite Stimme, die unendlich alt und weise klang. "Noch fünf mal und der Fluch ist gebrochen..."

"Ja, wenn bis dahin nicht die Familie zerstört ist!" die jüngere Stimme klang besorgt "Es kehrt jedesmal weniger von ihr wirklich hierher zurück. Sie läßt viel von sich in diesen anderen Welten... Vielleicht kehrt zum Schluß nur noch eine seelenlose Hülle wieder..."

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BeitragVerfasst: 29.04.2007, 15:39 
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"Sei unbesorgt," erwiderte die ältere Stimme. "Das Schicksal hält etwas anderes für sie bereits als dies. Sie ist stark und sie weiß, was sie will, auch wenn das momentan nicht den Anschein hat."

Die jüngere Frau seufzte während sich die Schritte am Tisch vorbeibewegten. "Ja, aber wer weiß, wie lange es diesmal dauert bis sie sich erinnert. Und der Herr ..." Sie seufzte erneut. "Er hat seit Wochen keinen richtigen Schlaf gefunden und jetzt, da sie wieder hier bei uns ist, gibt es neue Sorgen, die ihn grämen."


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